TV-Serie

Melissa Sue Anderson

(Mary Ingalls Kendall)

geboren am 26. September 1962 in Berkeley, Kalifornien/USA

Viele Schauspielerinnen sind privat ganz anders als die Figuren, die sie spielen, aber Melissa Sue Anderson gehört nicht dazu. Im wahren Leben war sie Mary Ingalls sehr ähnlich - ein ruhiges, etwas schüchternes Mädchen, das lieber Bücher las, statt auf Bäume zu klettern.

Ihre Karriere im Showgeschäft begann, als ein Tanzlehrer ihre Eltern darauf drängte, einen Agenten für sie zu suchen. Sie begann mit Fernsehwerbung, und die Nachfrage nach dem blonden, blauäugigen, hübschen Mädchen war groß.

Im Jahr 1973 durfte sie mit der Rolle der Millicent in der Serie "The Brady Bunch" ("Drei Mädchen und drei Jungen") erste Filmluft schnuppern. Und zwar in der Folge "Never too young". Fortan war sie in Amerika bekannt als "das Mädchen, das Bobby seinen ersten Filmkuss gab". Noch im selben Jahr spielte sie auch noch eine kleine Rolle in der Serie "Shaft".

Mit zwölf Jahren sprach Melissa unter hunderten von Bewerberinnen für eine Rolle in "Unsere kleine Farm" vor. Sie bekam eine Rolle, und zwar eine, die ihr Leben vollständig verändern sollte. Nämlich die der Mary Ingalls. Fast acht Jahre lang wuchs sie praktisch vor der Kamera auf, reifte von dem Mädchen zur schönen jungen Frau. Melissa brauchte sich charakterlich fast nie zu verstellen - sie brauchte nur sie selbst zu sein. Um Verwechslungen zwischen den beiden Melissas zu vermeiden, gab ihr Michael Landon kurzerhand am Set den Spitznamen "Missy".

Während der Sommer-Drehpausen, bzw. wann immer sonst Zeit war, hatte sie einige Gastauftritte und Nebenrollen in anderen Filmen und Serien. So zum Beispiel 1976 in dem Fernsehfilm "The Loneliest Runner", Buch und Regie führte auch hier Michael Landon. Ihre erste "Erwachsenen"-Rolle bekleidete sie 1979 in der Serie "Love Boat".

1981 hatte sie genug davon auf Mary Ingalls reduziert zu werden und wagte mit ihrem Austritt aus der Serie einen mutigen Schritt. Also nahm sie noch im gleichen Jahr frohen Mutes eine Hauptrolle in dem Horrorfilm "Ab in die Ewigkeit" an, diese Rolle brachte ihr aber nicht annähernd so viel Ruhm ein, wie zuvor ihre Rolle als sanfte und immer liebenswerte Mary Ingalls.

In den darauffolgenden Jahren war sie immer wieder in Fernsehserien zu bewundern, so z.B. 1984 in "Mord ist ihr Hobby" oder 1988/89 in "Alfred Hitchcock zeigt". Hier lernte sie auch ihren späteren Ehemann, den britischen Produzenten Michael Sloan kennen und lieben. Die beiden heirateten 1990 und haben zwei Kinder, die am 15. Februar 1991 geborene Piper Kathleen und den am 14. Juni 1996 geborenen Griffin Henry.

Melissa hat die Schauspielerei nicht an den Nagel gehangen, 1998 übernahm sie eine Rolle in "Erdbeben in New York". Dann folgten drei Auftritte in der Fernsehserie "Partners" von 1999. 2005 hatte sie schließlich wieder eine größere Rolle in dem Fernsehdrama "10.5: Apocalypse". Auch hierbei handelte es sich wieder um einen "Erdbebenfilm", für diesen zog sie von Kalifornien nach Montréal/Kanada. Am 1. Juli 2007 erhielt Melissa Sue Anderson, zusammen mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern die kanadische Staatsbürgerschaft.